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Biographie (II)
Highlights während der Saison 2007-08 waren Nerone in Domenico Scarlattis
Ottavia restituita al trono mit der Cappella della
Pietà de’ Turchini in San Sebastián; Bühnen- und
Konzertaufführungen von Vivaldis Bajazet mit
Fabio Biondi/Europa Galante in Venedig, Krakau, Paris, Madrid und Metz; Rossinis
L’italiana Algeri an der Minnesota Opera, La
Cenerentola am Grand Théâtre de Genève und
Bianca e Falliero an der Washington Concert Opera;
Bellinis I Capuleti ed i Montecchi an der Pittsburgh
Opera; ferner Konzerte mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse
(Rossini-Arien); La Cetra (Istanbul and Basel); Mitgliedern des Venice Baroque
Orchestra (Angers); Festival-Auftritte beim Musique au Coeur d’Antibes
(mit dem Countertenor Jacek Laszczkowski); und beim Caramoor Festival (de
Fallas El amor brujo in der Originalversion von
1915); ein Recital in der Chapelle Royale Versailles und ein französischer
Fernsehauftritt bei Eve Ruggieris „Musique au cœur 5 étoiles“.
Vivica Genaux gab ihr professionelles Bühnendebüt im Oktober 1994
an der Florentine Opera, Milwaukee, als Isabella in L’italiana.
Sie sang anschließend die Rolle an fünf anderen Häusern, unter
anderem an der Opéra National de Paris und der San Francisco Opera.
Die Rolle der Rosina/Il barbiere di Siviglia ist
ihre am meisten aufgeführte Rolle, sie hat sie an einundzwanzig Bühnen
gesungen, unter anderem an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Staatsoper
und der Bayerischen Staatsoper, der Metropolitan, De Nederlandse, Washington
National und Dallas Opera sowie bei den Dresdner Musikfestspielen. Sie spielte
die Angelina/Cenerentola an achtzehn Opernhäusern,
unter anderem am Théâtre des Champs-Elysées, der Semperoper,
Opera Orchestra of New York (Carnegie Hall), Santiagos Teatro Municipal und
New Israeli Opera. Zu ihren anderen Belcanto-Auftritten zählen die Hosenrollen
des Neocle/L’assedio di Corinto (Baltimore); (Baltimore),
des Malcolm/La donna del lago (Caramoor); (Caramoor),
des Orsini/Lucrezia Borgia (Caramoor); des Hassem
in der Donizetti-Rarität Alahor in Granata
(Granada); Pippo de La gazza ladra (Caramoor); Arsace/Semiramide
und Romeo/I Capuleti (beide an der Minnesota Opera).
In ihrem Barock- und Frühklassikrepertoire sind die Händel-Rollen
ihre reichhaltigsten und zahlreichsten, die alles umfassen, von furchtlosen
Generälen bis zu rücksichtslosen Göttinnen, vom impulsiven
jugendlichen Liebhaber bis zu als Mann verkleideten liebeskranken Mädchen,
von Umhang tragenden Kreuzfahrern bis zu den ruchlosesten Verbrechern, im
einzelnen: Bradamante/Alcina (Paris), Titelrolle/Ariodante
(Dallas, San Diego), Polinesso/Ariodante (Paris/Londre/Madrid),
Titelrolle/Arminio (Solothurn, Sienne, Concertgebouw),
Titelrolle/Giulio Cesare (Washington), Sesto/Giulio
Cesare (San Diego), die Doppelrollen der Juno und Ino/Semele
(New York City Opera), und die Titelrolle/Rinaldo (Montpellier,
Innsbruck). Sie hat Herzblut daran gegeben zu helfen, dass das Werk Johann
Adolf Hasses Verständnis und Verbreitung findet, und zwar sowohl bei
ihren vielen Konzerten als auch bei Bühnenauftritten mit Marc’Antonio/Marc’Antonio
e Cleopatra (Paris, Brüssel) und Selimo/Solimano
(Berlin, Dresden). Außerdem hinterließ sie einen starken Eindruck
als Penelope/Le retour d'Ulysse (München –
drei Verpflichtungen), Titelrolle /Vivaldi’s Giustino de
Vivaldi (Solothurn), Irene/Bajazet (Wien, Yokohama,
Montpellier), Teologia in A. Scarlattis La Santissima Trinità
(Palermo, Lyon, Paris) und Orfeo in Gluck’s Orfeo ed Euridice
(Los Angeles).
Von ihren viel beachteten Konzert- und Bühnenverpflichtungen sind die
weit reichenden Tourneen mit der Akademie für Alte Musik zu erwähnen,
Europa Galante, Les Talens Lyriques, Les Violons du Roy, Cetra und Orchestre
National de France, Festival-Auftritte in Prag, Lanaudière, Montpellier,
San Remo, Antibes, Ravello und Caramoor, Auftritte mit dem Münchner Kammerorchester,
der New York Chamber Symphony und dem New York Festival of Song wie auch Verpflichtungen
in ihrer Heimat Alaska (Anchorage, Fairbanks und Juneau), am Wiener Konzerthaus,
Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Herbst Theater
in San Francisco und in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall.
Mehrere Aufnahmeprojekte sind geplant, die Diskographie von Vivica Genaux
wächst in erstaunlichem Maße. In dieser Saison sind auf dem Markt
Biondi/Europa Galante Ercole sul Termodonte von
Virgin Classics erhältlich. Zu weiteren neuen CDs gehören die Weltpremiereaufzeichnung
von Vivaldis L’Atenaide mit Federico Maria
Sardelli als Leiter des Orchestra Barocca Modo Antiqua beim Naïve Label.
Zuvor gab Virgin Classics Handel/Hasse Arias et Cantatas
(2006) mit Bernard Labadie und Les Violons du Roy heraus, die großes
Ansehen erlangte; Vivaldis Bajazet (2005) vielgepriesen
und für einen Grammy© nominiert (Biondi/Europa Galante); La
Santissima Trinità (Biondi/Europa Galante) 2004 erschienen
und 2003 ihre erste Solo-CD im Label; „Bel Canto Arias“ mit Hauptfiguren
von Rossini und Donizetti unter der Leitung von John Nelson, der das Ensemble
Orchestral de Paris dirigierte. Harmonia Mundi produzierte zwei Barock-Ausgaben,
beide geleitet von ihrem früheren Mentor René Jacobs, die hervorragende
Kritiken und begehrte Auszeichnungen erhielten: Händels Rinaldo
(2003) und für den 2002 Grammy© nominiert „Arias for Farinelli“.
Arminio, 2001 live aufgenommen unter Alan Curtis
und bei Virgin Classics erschienen, gewann 2002 den Internationalen Händel
Preis. Weitere Live-Aufnahmen: Alahor in Granata
beim Almaviva Label, „Rossiniana“, bei Agora mit dem Orchestra
Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi und „An Evening of Arias and Songs
by Gioacchino Rossini“ mit dem Begleiter Martin Dubé. Ein Dokumentarfilm
„Vivica Genaux - Stimme aus der Kälte“ wird seit Jahren weltweit
im Fernsehen gebracht. „Fracture“, ihr erster Kinofilm, in dem
sie einen Kurzauftritt hat, erschien im Frühjahr 2007 und ist nun auf
DVD verfügbar.
Im Mai 2008 ehrte die Pittsburgh Opera Vivica Genaux mit ihrem Maecenas Award,
im Vorjahr erhielt sie den New York City Opera’s Christopher Keene Award.
Weitere Auszeichnungen waren der Premio „Opera CD Classics – Città
di Mondovi“ und der Marie Z. Uihlein Artist Prize der Florentine Opera
Milwaukee. Sie fand auch bei mehreren anderen musikalischen Organisationen
Anerkennung, unter anderem bei der Fort Worth Opera, der Baltimore Opera und
der Palm Beach Opera. 1997 gewann sie den renommierten ARIA Award. Als „1999
Artist of the Year“ wurde sie bei den Dresdner Musikfestspielen für
ihre Rosina (Rossini) und ihren Selimo (Hasse) ausgezeichnet. Sie lebt in
Motta di Livenza und studiert bei Claudia Pinza, indem sie das langzeitige
Verhältnis zu EPCASO (Ezio Pinza Council of American Singers of Opera)
fortsetzt.
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